Maschinenleistungen und Arbeitszeit im Wert von nahezu einer halben Milliarde Euro werden von den deutschen Landwirten jährlich über ihre Maschinenring-Geschäftsstellen in Auftrag gegeben – mit dem Computer-Programm MR Logistik wird diese Dienstleistung nun so optimiert, dass die Auslastung der Maschinen ohne Fehlzeiten, die lückenlose Dokumentation aller Arbeiten sowie eine unaufwändige Abrechnung möglich wird.
Unkomplizierte Lösung
„Wir wollen unseren Landwirten so viel Management-Arbeiten abnehmen wie möglich“ sagte Gerhard Röhrl, der Geschäftsführer im Bundesverband der Maschinenringe e.V. (BMR), „im Idealfall ruft der Betriebsleiter nur kurz in der Geschäftsstelle an, gibt den Standort der Felder durch und braucht sich dann um nichts weiter zu kümmern“. Das werde ohne MR Logistik prinzipiell auch so gehandhabt, aber es gebe bisher Grenzen – die Routenoptimierung während des Einsatzes, die Führung der Fahrer und die automatische Dokumentation sind erst durch moderne GPS-Technik möglich.
Logistikketten und Futtermischwagen
Einsatzmöglichkeiten für das neue Programm sind Logistikketten für Biogas-Erzeuger oder Zuckerrübenanbauer ebenso wie Maschinengemeinschaften oder auch außerlandwirtschaftliche Zuerwerbsaufträge. Vorteile versprechen sich die Maschinenringe vor allem von der Informationsübermittlung in Echtzeit und der automatischen Erfassung der Arbeitszeiten. Das Programm ist ausbaufähig: Die Transportfahrzeuge bei Ernteeinsätzen können zum Beispiel so ausgestattet werden, dass sie am Abladeort automatisch erfasst werden und dann die aktuellen Informationen ins Cockpit gesendet bekommen, wo die nächste Ladung zur Abholung bereit steht.
Sichere Verwahrung der Daten
Die elektronische Erfassung der Fahr- und Arbeitszeiten sei ein entscheidender Vorteil gegenüber der bisher üblichen handschriftlichen Dokumentation, so Gerhard Röhrl. Dadurch werde nicht nur eine rasche Abrechnung mit wenig Verwaltungsaufwand möglich, sondern alle Leistungen würden zudem automatisch sicher dokumentiert. „Wenn die Daten digital vorliegen, können die Landwirte einfach und schnell den zukünftigen Dokumentations-Anforderungen nachkommen“ betonte Röhrl, „mit handschriftlich ausgefüllten Zetteln ist es auf lange Sicht wohl nicht mehr zu schaffen“.



