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Landesverband Bayern

Biogas – „Wir können noch besser werden“

Datum: Montag, 30. November 2009

 

Neuer DLG-QM-Standard Biogas über die Maschinenringe
 
Mehr Rechtssicherheit, schnellere Reaktion auf Prozessabweichungen, günstige Konditionen bei Banken und Versicherungen und ein effizientes Dokumentationssystem – das sind die Gründe, warum sich Biogas-Anlagen zertifizieren lassen.

 

Der neue QM-Standard Biogas wurde von der DLG e.V. und der AUDIT GmbH entwickelt. Die MEP führt als Bündler und Kooperationspartner für Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern die Vorbereitung zur Zertifizierung durch.

Die Maschinenring Energiepool GmbH & Co. KG (MEP) ist eine Tochtergesellschaft der Maschinenringe in Schleswig-Holstein, in der die Aktivitäten und das Fachwissen der Ringe im Bereich Bioenergie gebündelt sind. „Wir haben bereits zahlreiche Biogasanlagen in der Planungsphase z.B. für Nahwärmenetze begleitet“, erklärt MEP-Geschäftsführer Thorben Holsteiner. „Mit der Installation eines standardisierten und umfassenden Qualitätsmanagementsystems wollen wir die Betriebsabläufe dieser Anlagen dauerhaft optimieren und eine strukturierte Übersicht über die gesamte Prozesskette vom Substrat bis zu Strom und Wärme schaffen,“ so Thorben Holsteiner weiter. Der größte Teil der Kosten für das Zertifikat kann durch Einsparungen bei Umweltgutachten sowie bei Versicherungs- und Kapitalkosten ausgeglichen werden.

 

Standortbestimmung im deutschlandweiten Vergleich

Andreas Hansen ist Geschäftsführer einer bäuerlichen Biogas-Gemeinschaftsanlage in Ostenfeld bei Husum. Sechzehn Landwirte haben in die 500 kW-Trockenfermentationsanlage mit Holzhackschnitzel-Trocknung investiert. Die Anlage ist seit Mitte 2008 am Netz. Der Geschäftsführer sieht den Betrieb auf einem guten Weg, ist sich allerdings auch bewusst, dass ein externer Experte wertvolle Impulse geben kann: „Der DLG-QM-Standard ermöglicht uns eine objektive Standortbestimmung im deutschlandweiten Vergleich. Mit dem System können die Gesellschafter sicher sein, dass der Betrieb fachgerecht geführt wird.“ Das Zertifikat ist für Hansen auch eine gute Möglichkeit, das Haftungsrisiko des Geschäftsführers zu begrenzen.

 

 

Der Ablauf der Zertifizierung:

  1.  Anfrage des Interessenten bei der DLG e.V. / AUDIT GmbH oder dem Maschinenring
  2. IST-Analyse mittels Steckbrief durch MEP (Adresse, Anlagengröße,
    Betreiberdaten, …)
  3. Erstellung eines betriebsspezifischen Auditplans (Termine, Auditor, Auditumfang, Kosten, etc.)
  4. Optional: Vorbereitung auf Audit (Voraudit), Prüfung der Vollständigkeit der Unterlagen
  5. Zertifizierungsaudit auf der Anlage mit Betriebsbegehung
  6. Auswertung, Erstellung des Maßnahmenplans und Vergabe des Zertifikates

 

 

Die Vorteile der Zertifizierung im Überlick:

  1. Anlagenbetrieb und Erträge können optimiert werden
  2. Geringere Kosten für den Umweltgutachter
  3. Dokumentationssystem wird auf der Anlage installiert. Die Nachweise für die Boni nach EEG (Gülle-Bonus, KWK-Bonus, etc.) sind einfach zu erbringen.
  4. Mehr Rechtssicherheit für den Betreiber und die Investoren.
  5. Vorteile beim „Rating“ durch Banken und Versicherungen: günstigere Darlehenskonditionen, 10% Beitragsnachlass durch MRVV
  6. Möglichkeit des Benchmarkings (Anlagenvergleich) durch deutschlandweit einheitlichen Standard.

Mehr zum Thema lesen Sie in der Dezember-Ausgabe 4/2009 von Maschinenring-Aktuell