„Das ist unsere Fahrschule“, können die Mitglieder des MR Dithmarschen seit Juni 2009 sagen, wenn Sie einen weißen Audi oder einen MR-Mietschlepper mit der Aufschrift „MR-Fahrschule“ auf den Straße sehen. Die Nachfrage übertreffe deutlich unsere Erwartungen, so Thies Siebels. Unser angestellter Fahrlehrer könne kaum alle Fahrschüler bedienen. Deshalb wolle man sich mit einem zweiten Fahrlehrer verstärken. Die junge Fahrschule bietet die Ausbildung für alle Klassen mit Ausnahme der Klassen D für die Fahrgastbeförderung an.
Die Fahrschule kommt zum Kunden
Seit mehr als 15 Jahren arbeitete der Maschinenring mit einer Fahrschule zusammen und vermittelte seine Mitglieder zur Fahrausbildung. Nachdem sich der Fahrlehrer in den Altersruhestand zurückgezogen hatte, standen regionale Fahrschulen buchstäblich „Schlange“, um mit dem Ring zusammenzuarbeiten. „Aus dieser Nachfrage wurde unser Gedanke genährt, die Führerscheinschulung für Landwirte direkt beim Maschinenring anzusiedeln“, beschreibt Thies Siebels die Vorgeschichte. Für die praktische Ausbildung stehen die modernen MR-Mietschlepper und die LKW der Transportgenossenschaft zur Verfügung. So zog die MR-Fahrschule im Frühsommer 2009 in freie Büroräume der neuen Zweig-Geschäftsstelle in der ehemaligen Kaserne Albersdorf ein. Zwei weitere Schulungsräume sollen angemietet werden, um die Anfahrt für die Mitglieder gerade beim B und T-Schein zu verkürzen. Die Teilnehmer des Blockunterrichts beispielsweise für die Klassen T und CE können direkt vor Ort in Zimmern mit „rustikalem Kasernen-Flair“ übernachten.
Der LKW und die Zuckerrübe
Transporte und Logistik haben gerade im MR Dithmarschen lange Tradition. Seit zwei Jahrzehnten transportiert die Transportgenossenschaft unter dem Dach der Maschinenrings Rüben und andere Agrargüter. Nach Einschätzung von Thies Siebels sei der Zuckerrüben-Anbau in Dithmarschen und Steinburg mittelfristig stabil, so dass die Rüben-LKW wohl auch noch in 10 Jahren rollen werden. Nicht zuletzt aus diesem Grund bietet die MR-Fahrschule auch die Berufskraftfahrerqualifikation an, die alle gewerblichen LKW-Fahrer bis 2014 als Zusatzqualifikation nachweisen müssen.
Die junge Fahrschule ist bereits zur Zertifizierung angemeldet. Damit solle die Qualität der Ausbildung gesichert und nachgewiesen werden, aber auch die Beantragung von Fördermitteln erleichtert werden, so Thies Siebels.


